Indian Summer

Mittlerweile habe ich die Vereinigten Staaten verlassen und bin in Montréal angekommen. Zuvor habe ich allerdings noch in Boston Halt gemacht und das war definitiv keine schlechte Entscheidung. Die Stadt ist für amerikanische Verhältnisse sehr geschichtsträchtig. Zum Beispiel wurde hier einst eine berühmte Teeparty geschmissen. Man sagt, das Wasser im Hafenbecken würde noch heute ganz dezent nach Earl Grey schmecken – ich habe es aber nicht ausprobiert. Ich nahm deshalb auch an einer Stadtführung teil, wo uns eine kostümierte Lady zu den verschiedenen Schauplätzen der amerikanischen Geschichte führte. Nachträglich betrachtet, wäre ich wohl besser noch eine weitere Nacht in Boston geblieben, denn es gab noch so Einiges, was ich mir gerne angeschaut hätte. Jedenfalls genoss ich den tollen Kontrast zum lauten und stinkigen New York in vollen Zügen (obwohl der Zug aus New York nicht wirklich voll war).

Nach diesem kurzen Zwischenstopp bin ich nun also mit dem Greyhound Bus nach Montréal gereist. Die Busfahrt dauerte ca. sieben Stunden und führte durch die wunderschöne Herbstlandschaft von Neuengland. Das Farbenspiel der Wälder wirkt hier viel intensiver als in der Heimat. In Montréal war es deutlich kälter als noch in Boston und es wehte ein fieser Wind. Ich verbrachte den grössten Teil des gestrigen Tages auf dem Mont-Royale – quasi dem Gurten von Montréal. Viel mehr habe ich nicht gemacht, aber trotzdem war es einer der schönsten Tage bisher. In einigen Stunden fährt mein Bus nach Québec wo ich einige Freunde treffen werde. Am Mittwoch fahre ich zurück nach Montréal.

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